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TU Berlin

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Soziologie der Politik

Was ist Politik? Wie entsteht und wandelt sich Politik? Und wie wirkt Politik?

In einer weiteren Perspektive der Governance-Soziologie untersuchen wir Politik im Wechselspiel mit anderen Modi der Gesellschaftsgestaltung wie z.B. Wissenschaft und Kunst.

Die besondere Wirkung von Politik liegt dabei in der "performativen Repräsentation" von kolletikiven Subjekten. Die praktische Arbeit der Politik ist es

  • Wir-Identiäten und kollektive Interessen zu konstruieren
  • über das Sprechen in ihrem Namen politische Macht zu erzeugen und so
  • kollektive Handlung zu mobilisieren und Normen geltend zu machen.

Mit Blick auf die aktive Herstellung kollektiver Subjektivitäten können wir von Politik als eine Praxis "reflexiver Kollektivierung" sprechen. Die Aufgabe der Politiksoziologie ist es sie mitsamt aller Konflikte, die damit verbunden sind, zu untersuchen - und zwar in verschiedenen historisch-kulturellen Ausprägungen wie auch in Bezug auf gegenwärtige Wandlungsdynamiken.

Politik erfolgt sowohl innerhalb der Institutionen nationalstaatlicher Demokratie als auch jenseits davon, wenn z.B. Bürgerinitiativen um eine gemeinsame Linie ringen, wenn im transnationalen Raum die Interessen der Weltgemeinschaft verhandelt werden und wenn in Arbeits- und Freundschaftsbeziehungen Einzelne auf ein "wir" verpflichtet werden.

In der Perspektive der Governance-Soziologie wird die Transformation und Wikung von Politik im Verhältnis mit anderen Modi der Gestaltung von kollektiven Ordnungen betrachtet. Im Zentrum steht hier das Verhältnis von Politik und (Technik-)Wissenschaft. Empirische Forschungen nehmen Zugang über Fragestellungen der

  • Governance of innovation (reflexive Gestaltung, antizipatorische Bewertung und Konflikte um Wissenschaft, Technik und Innovation im Zusammenhang mit Energie, Umwelt und nachhaltiger Entwicklung) oder
  • Innovation in governance (Expertise in der Politik, Entstehung, Entwicklung und Verbreitung neuer Governancemodelle wie z.B. Umweltmärkte, Methoden der Öffentlichkeitsbeteiligung und experimentelles Transformationsmanagement).

Allgemeiner geht es um das Verhältnis Wissenschaft und Demokratie in der Konstitution moderner Gesellschaften - auch darum wie es sich gegenwärtig wandelt, z.B. in Verbindung mit Schlagworten wie "Netzwerkgovernance", "Transnationalisierung" und "Transdisziplinarität".

Ein neuerer Strang der Lehre und Forschung am Fachgebiet fokussiert die Materialität und Sinnlichkeit kollektiver Ordnungsprozesse und konzipiert Kunst bzw. aesthetische Praxis als weiteren Modus der Gestaltung. Empirsich stehen hier politische Aktionskunst bzw. "Artivism" und Kollaborationen von Kunst und Wissenschaft im Fokus.

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